Archive for März 2008

Neuseeland, Tongariro Nationalpark

März 28, 2008

Wie bereits erwähnt, war ich über Ostern für einen Kurztrip in Neuseeland. Endlich hab ich diesmal was von der Landschaft gesehen. Der Flug von Melbourne dauerte etwa 3,5 Stunden, also wie von Deutschland aus auf die Kanaren. Und das ist hier unten nicht wirklich eine Entfernung, sondern gleich um die Ecke 😉

Donnerstag nach der Arbeit ging es direkt los und nach einer kurzen Nacht sind wir Freitagmorgen in den Tongariro Nationalpark aufgebrochen. Dort sind wir dann einen Teil des Tongariro Crossing gelaufen, welches wohl der meistgelaufene Track Neuseelands ist. Von Freitag auf Samstag haben wir in einer Berghütte übernachtet und morgens einen wunderschönen Sonnenaufgang miterlebt. Samstagnachmittag ging es wieder zurück Richtung Wellington. Zufälligerweise war an diesem Wochenende auch ein kleines Rockfestival dort und so konnte ich am Sonntag noch Poison (kannte ich irgendwie garnicht), Whitesnake und Ozzy Osbourne sehen. Das war 80ies-Retrofeeling pur! Die vier Tage haben sich auf jeden Fall gelohnt und Neuseeland sieht mich auf jeden Fall wieder. Hoffentlich zum Skifahren im SommerWinter.

Bilder von diesem Trip gibt es natürlich in der Bildergalerie.

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Das war die Formel 1

März 17, 2008

So, Montagabend und von den Formel 1 – Strapazen erholt. Das war bei der Hitze auch ganz schön anstrengend gestern, aber ganz von Anfang an…

Donnerstag und Freitag hab ich gar nix mitbekommen. Musste ja auch arbeiten. Als ich am Samstag aufgestanden bin (es war schon etwas später) dachte ich erstmal: Mann, was ist das für ein Summen? Ach, richtig… es ist Formel 1! Und es stimmte wirklich. Mann konnte die Autos von Brighton aus (bei geöffnetem Fenster in der Wohnung) hören. Nicht wirklich laut, aber es lag die ganze Zeit ein gewisses „Grundkreischen“ in der Luft. Bin dann erstmal in die Stadt um Tickets zu kaufen. Mann weiß ja nie, ob es vielleicht ausverkauft ist, gerade weil im Moment das Rennen in Melbourne zur Diskussion steht. In der Stadt war ich allerdings ein wenig enttäuscht. Dachte da wäre groß was auf dem Federation Square – das ist so der Hauptplatz in der City – aber war nüscht. Egal, Tickets gekauft und voller Vorfreude wieder nachhause.

Dann Sonntagmorgen: Die Tore öffneten um 9 Uhr und da wir einigermaßen gute Plätze haben wollten, waren wir auch Punkt 9 Uhr dort. Hatten uns einen Platz nahe einer Schikane und eines Großbildschirms ausgesucht. Später sollte sich herausstellen, dass es auch gereicht hätte, wahrscheinlich erst um zwei Uhr an diesen Platz zu gehen, aber egal. Eigentlich aber nur halbwegs egal, denn es war heiß. Und zwar nicht nur ein bisschen heiß, sondern richtig heiß! 38 Grad waren gemeldet und Ihr könnt Euch vorstellen, wie es ist bei den Temperaturen von morgens 9, bis nachmittags halb 4 darauf zu warten, dass es endlich losgeht. Aber zum Glück gab es ja noch etwas Rahmenprogramm. Erstens mal diverse Vorrennen, das spektakulärste war wohl die australische Tourenwagenmeisterschaft, auch V8 Supercars gennannt. Vorher gab es auch noch eine interessante Gegenüberstellung: Ein normales Straßenauto, ein V8 Supercar und ein Formel 1 – Rennauto waren zeitversetzt gestartet. Ich weiß nicht mehr genau, wieviel Abstand zwischendrin war, aber auf jeden Fall dachte man, dass es unmöglich für das Formel-Auto wäre, die anderen beiden einzuholen. Aber weit gefehlt, denn alle sind gleichzeitig über die Ziellinie.

Mittlerweile war es dann 14 Uhr und es ging endlich mit den Vorbereitungen für das Hauptrennen los. Noch etwas Flugshow vorher, die eigentlich ziemlich eindrucksvoll war. Das Beste war wohl der Qantas-Jumbo, der im Tiefflug und mit gefühlten 50 km/h über den Albert Park geflogen ist. Und dann endlich Rennbeginn:

So sah es aus von unserem Platz aus

Wie man sehen und hören kann, hat sich ein relativ lautes Kreischen ziemlich schnell auf uns zubewegt. Aber Ohrenstöpsel sei dank war es zu ertragen. Man denkt zwar zuerst: Hm, ist ja gar nicht so laut. Aber wenn alle Autos zusammen vorbeikommen und dann auch noch Runde für Runde, dann geht das nach der Zeit ganz schön auf den Gehörgang. Auf jeden Fall ist es interessant, das was man jahrelang nur immer im Fernsehen gesehen hat, einmal live mitzuerleben. Zum Glück hatten wir auch die Großbildleinwand, ansonsten wäre es unmöglich gewesen zu wissen, wer jetzt gerade z.B. führt. Bilder kommen auch noch bald hier, muss noch aussortieren.

Nach 8 Stunden australischer Sonne war es dann vorbei. Die sind ohne Sonnencreme und Hut auch wirklich kaum auszuhalten. Die Sonne ist wirklich brutal, auch jetzt noch im Herbst (Herbst? 38 Grad?). Hier ist gerade auch eine extreme Hitzewelle, so warm war es anscheinend die letzten 20 Jahre nicht mehr im März, was ja unserem September entspricht.

Jetzt steht schon das nächste Highlight an: Neuseeland über Ostern. Ich werde alte Bekannte aus Deutschland besuchen gehen, die in Wellington wohnen. Ich empfehle einen Blick auf deren Meerblick entweder hier oder hier. Nicht schlecht, oder? Werden am Tongariro Crossing wandern gehen. Zwar nicht den Crossing als gesamte Strecke, aber hoch zu einer Hütte und zum Krater usw. Ick freue mir!!!

Song der Woche: PNAU – Baby

März 11, 2008

Krankes Video, aber cooler Song. Erinnert ein wenig an D.A.N.C.E. von Justice. PNAU sind aus Sydney, also waschechte Australier. Und gerade vorhin hab ich Karten für ihr Konzert am 18.04. hier in Melbourne bestellt 🙂

Auch interessant ist der Breakbot Remix davon, der zufälligerweise Support-Act auf der Tour von PNAU ist. Der Rest von Breakbot hört sich für meinen Geschmack ebenfalls verdammt gut an, nämlich wie eine leichte Sommer-Elektro-Klangwolke (Anspieltipp: „Please Don’t“):

Ich weiß auch nicht, irgendwie komm ich von dieser Elektronik-Schiene nicht mehr runter… 🙂 Aber wie hat Chris vor kurzem so treffend geschrieben in einer E-Mail: „in meinem nächsten leben werde ich electro-musiker“.

Ich würde sofort mitmachen!

Formel 1-Woche

März 10, 2008

Die Formel 1-Woche hat begonnen! Heute erstmal mit einem Feiertag und 39 Grad. Ganz schön heiß war das, allerdings hat es nachmittags innerhalb von zwei Stunden auf 23 Grad abgekühlt. Und das ohne Regen, nur mit viel Wind. Das ist unter Umständen ziemlich typisch für Melbourne, nicht umsonst heißt es, dass man hier vier Jahreszeiten an einem Tag erleben kann.

Ich hoffe, dass das Wetter einigermaßen hält für den Rennsonntag. Ganz so heißt braucht es aber nicht zu werden. Ich bin echt gespannt wie es wird, war noch nie auf einem Formel1-Rennen. Ab Mittwoch sollten die Autos dann auch zu hören sein, sogar hier in Brighton, was immerhin Luftlinie knapp 10km vom Rennkurs entfernt liegt. Ich freue mich auf jeden Fall. A propos Autos, so sehen hier die Spritpreise aus, über die übrigens jeder jammert:

tanken.jpg
Verkehrte Welt: Diesel ist teurer als normales Benzin, welches knapp 0,80 EUR pro Liter kostet.

Gerade eben ist mir übrigens die erste giftige Spinne in meiner Wohnung über den Weg gelaufen. Wollte sie schon mit einem Stück Küchenrolle killen, aber dachte mir ich frage doch lieber mal nach, was das für eine ist. Meine Mitbewohner meinten nur: „Von der wirst du lieber nicht gebissen“. Puh, zum Glück hab ich nochmal nachgefragt, denn es war eine „White-tailed spider“. Umbringen kann die einem nicht, allerdings ist es wohl sehr schmerzhaft, wie man bei Wikipedia sehen kann:

http://en.wikipedia.org/wiki/White-tailed_spider

Naja, solange ich das Rennen am Wochenende noch erleben kann, sollen die Viecher doch kommen 🙂

Bushranger's Bay to Cape Shank

März 7, 2008

Letztes Wochenende war ich auf einer kleinen Wandertour und zwar von Bushranger’s Bay zum Cape Shank, etwa 80 km südlich von Melbourne. War eine schöne Tour über 12 km an der Küste entlang. Hier ein paar Bilder, mehr gibt es in der Fotogalerie:

bushranger1.jpg
Bild1: Sieht aus wie Wüste, ist aber kurz vor der Küste auf dem nächsten Bild.

bushranger2.jpg
Bild 2: Ganz schöner Strand eigentlich 😉

bushranger3.jpg
Bild 3: Mitte rechts ist die „Wiese“ von Bild 1 zu sehen und darunter der Strand von Bild 2

Habe mit Walkweb.net auch einen schönen Blog gefunden mit weiteren Touren. Vielleicht versuche ich mich das nächste mal hier dran.

In zwei Wochen geht es über Ostern aber erst mal für vier Tage nach Neuseeland. Darauf freue ich mich schon, als ich vor zwei Jahren dort war, habe ich ja „nur“ Wellington gesehen. Viel werde ich in den vier Tagen zwar auch nicht sehen können, aber bei 20 Urlaubstagen im Jahr in Australien muss ich mit dem Urlaub sparsam umgehen. Schließlich hat sich schon Besuch für Ende des Jahres angekündigt und dem will ich hier ja auch noch was zeigen.

Update:

Bei der Gelegenheit hab ich mal noch zwei Fotoalben online gestellt.

Viel Spaß beim Anschauen!

Ein Chinese, ein Russe und ein Deutscher….

März 6, 2008

Wer jetzt einen Witz erwartet, der liegt falsch 🙂 Ich will heute mal ein wenig von der Arbeit hier erzählen. Mir war bewusst, dass es einen Unterschied in der Arbeitsweise zu Deutschland gibt, allerdings nicht wie der genau aussieht.

Also der Australier an sich ist gerne etwas lockerer bei der Arbeit. Das ist an sich auch kein Problem, man muss ja nicht immer alles so verbissen sehen wie wir Deutschen. Allerdings will er trotzdem alles immer ganz genau wissen und zwar so detailliert wie möglich. Wehe es weicht dann mal von dem vorgegeben Plan ab. Dann steht er erstmal da und weiß nicht mehr weiter. Zumindest sind das meine bisherigen Erfahrungen, die ich aber von einigen anderen Deutschen schon bestätigt bekommen habe. Ich muss sagen, dass ich diesen kulturellen Unterschied unterschätzt habe. Woher hätte ich es aber auch wissen sollen, hatte es ja noch nicht erlebt.

Und als ob das nicht schon genug wäre, habe ich es hier noch doppelt kulturell unterschiedlich. Unser Entwicklerteam besteht nämlich überwiegend aus Chinesen und Russen. Und jetzt stellt man sich mal einen Chinesen, einen Russen und einen Deutschen vor, die auf Englisch kommunizieren. Gar nicht so einfach, sag ich Euch. So toll und erfrischend diese multikulturelle Umgebung und Erfahrung ist, so frustrierend und anstrengend ist sie manchmal auf der anderen Seite. Aber ich sehe es einfach von der positiven Seite. Man lernt ja nie aus. Zum Glück!